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Es war im Jahre 1892 als der Rat der Stadt Hannover der damals bestehenden "Handwerker- und Kunstgewerbeschule" eine viersemestrige "Fachschule für Maschinenbau" angliederte. An dieser "Fachschule für Maschinenbau" gab es bereits Abendkurse in technischen Einzelfächern. Der Abendunterricht in diesen technischen Einzelfächern hatte nach dem 1. Weltkrieg einen so bedeutenden Umfang angenommen, dass man die Abendkurse mit der "Technischen Abteilung der Volkshochschule" verschmolz. Das war 1929. Die "Technische Abendschule", die spätere Technikerschule, an der "Technischen Lehranstalt der Hauptstadt Hannover" war geboren. 1939 löste sich die Technische Lehranstalt von der Handwerker- und Kunstgewerbeschule und bekam einen eigenen Direktor. Sie hieß dann "Städtische Ingenieurschule". Sie residierte zusammen mit der Handwerker- und Kunstgewerbeschule an der Köbelinger Straße. Im Kriegsjahr 1943 wurde sie dort völlig zerstört. Der Unterricht ging in der Salzmannstraße weiter, wo 1954 die Fachrichtung Elektrotechnik eröffnet wurde. In der Salzmannstraße blieb die "Städtische Ingenieurschule" zusammen mit der "Technischen Abendschule" bis zum Jahre 1962, nachdem die Stadt am Ricklinger Stadtweg einen großzügigen Neubau erstellt hatte. Im Jahre 1957 wurde die "Städtische Ingenieurschule" vom Land Niedersachsen als "Staatliche Ingenieurschule Hannover " übernommen. Dabei ging (vermutlich versehentlich) die Trägerschaft der "Technischen Abendschule" auch auf das Land Niedersachsen über. Das brachte zunächst weder räumliche Probleme noch personelle. Beide Schulen wurden in Personalunion geleitet, der Unterricht an der "Technischen Abendschule" wurde von den Lehrkräften der Ingenieurschule und von nebenamtlichen und nebenberuflichen Kräften getragen.
Im Jahre 1962 gab es dann zum ersten Mal im Lande Niedersachsen einen Erlass über den Betrieb von Technikerschulen und Stundentafeln für den Unterricht, die vom Niedersächsischen Kultusminister in Zusammenarbeit mit Lehrern der "Staatlichen Technischen Abendschule Hannover" erarbeitet worden waren. Als dann im Jahre 1962 die Technikerausbildung in Hannover auch als Tagesschule eingeführt wurde, begannen die Raumprobleme, da die Ingenieurschule der Technikerschule drei, aber nicht mehr Unterrichtsräume zur Verfügung stellen konnte. Auch das Problem der Trägerschaft wurde deutlich. Die Technikerschule gehörte als Fachschule in die Trägerschaft der Stadt. Die Stadt hat dann auch in Anerkennung der zu übernehmenden Trägerschaft Räume bei der Schuhmacherfachschule, im Freizeitheim Ricklingen, später auch bei DEW (Deutsche Edelstahlwerke) und bei der Fa. Hanomag angemietet. Im Jahre 1969 hat es Gespräche zwischen Stadt und Land gegeben mit dem Ziel, die Trägerschaft der Technikerschule Hannover wieder auf die Stadt Hannover zu übertragen. Die Stadt wollte jedoch die Trägerschaft erst nach Errichtung eines Neubaus übernehmen. Und so begann die Planung für einen Neubau der Technikerschule, der an der Stammestrasse neben der Fachhochschule entstehen sollte. Beim Architekten füllten sich die Ordner, die Lehrkräfte planten die Einrichtungen der Laboratorien - jede Steckdose hatte bereits ihren Platz.
Das Niedersächsische Kultusministerium verselbständigte im Jahre 1970 die Technikerschule Hannover durch Einsetzen eines eigenen Leiters. Bei der Stadt, wurden die Mittel knapp, die wirtschaftliche Rezession kündigte sich an - der Neubau wurde zunächst verzögert, dann bis 1985 auf eine sog. "Negativliste" gesetzt. Die räumlichen Probleme wurden unerträglich. Lehrer und Schüler mussten zwischen Fachhochschule, Edelstahlwerk und Hanomag hin und her pendeln. Die Übernahme der Technikerschule im Jahre 1978 in die Trägerschaft der Stadt (rückwirkend ab 1977) änderte an der räumlichen Misere zunächst nichts. Der Versuch, die Technikerschule zusammen mit der aus privater Hand übernommenen Chemie- und Pharmazieschule im Hause der Chemieschule gemeinsam unterzubringen, stieß auf heftigen Widerstand der Schüler und Kollegen dort und wäre nur unter schmerzlichen Abstrichen an der Ausbildung möglich gewesen, hätte aber sicher nicht zu einer befriedigenden Dauerlösung geführt. Der Versuch, die Fachrichtung Elektrotechnik der Technikerschule im Berufsschulzentrum unterzubringen, stieß auf heftigen Widerstand, da hierbei die Spaltung der Technikerschule in die Bereiche Elektrotechnik und Maschinenbau erforderlich gewesen wäre und die Technikerschule ihre Identität verloren hätte. Man befürchtete, dass in Zukunft nur noch unbedeutende Teilbereiche an bestehenden großen Schulen übrig geblieben wären. Da bot sich im Hause der Thyssen Edelstahlwerke die Möglichkeit, weitere Räume anzumieten. Die Stadt griff zu. Die städtischen Ämter richteten die Räume so her, dass die Schule arbeiten konnte. Doch auch die Räume in den Edelstahlwerken stellten sich schnell als zu klein heraus, so dass schon sei 1990 Pläne bei der Stadt existierten, Räume in der Gottfried-Keller-Straße zur Verfügung zu stellen. Diese wurden dann endlich 1995 bezogen. Mit 20 Unterrichts- und Laborräumen wurde dort die Ausbildung aufgenommen. Ihren derzeitigen Standort hat die Technikerschule durch die Integration in die bbs|me im Berufschulzentrum an der Lavesallee gefunden. Zusammen mit der Fachschule Metallbau gehört sie jetzt zu den größten Technikerschulen in Niedersachsen.
Am 21. September 1972 wurde die Fördergemeinschaft der Technikerschule Hannover e. V. gegründet. Der Zweck dieses Vereins ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Praxis auf gemeinnütziger Grundlage. Insbesondere übernimmt der Verein die Veranstaltung wissenschaftlicher technischer Vorträge und Seminare die Vertretung der Belange der Schule gegenüber der öffentlichen Hand und anderen Institutionen Die Fördergemeinschaft fördert diese Schule entsprechend ihrer Satzung: durch „die Veranstaltung wissenschaftlicher Vorträge die Vertretung der Belange der Schule gegenüber der öffentlichen Hand und anderen Institutionen und die Förderung der Lehre“. Die Mitgliederbeiträge fließen in Ausstattungen, die über den normalen Haushalt der Schule hinweggehen und somit direkt dem Unterricht zu Gute kommen.
Bei dem jährlichen Ehemaligentreffen am zweiten Samstag im Februar jeden Jahres gestaltet die Fördergemeinschaft den Rahmen, so dass ein intensiver Austausch zwischen den Technikern und ihren Erfahrungsberichten aus der Industrie und den derzeit Studierenden stattfindet.
Jährlich stellen die Absolventen ihre Abschlussprojekte auf einem Technikerforum öffentlichen vor. Auch hierbei trägt die Fördergemeinschaft stark zum Gelingen bei. Gespräche zwischen Firmenvertretern und Schülerinnen und Schülern können initiiert werden. Neue Projekte entstehen und die Schule wird somit unmittelbar in die Praxis von Industrie und Wirtschaft einbezogen. Präsente, die den Schulbesten bzw. den Klassenbesten durch die Fördergemeinschaft jedes Jahr überreicht werden können, sind für die Studierenden ein besonderer Anreiz. Die beiden besten Absolventen (diesmal war auch eine Dame darunter) erhielten 2005 einen kostenfreien SPS-Kurs bei der Firma Siemens. Diese optimale Verquickung der neuen Technologien mit neuen Methoden der Industrie ist ein Sprungbrett besonderer Art in das Berufsleben.