Die elektrische Antriebstechnik ist eines der umfassendsten Gebiete der Elektrotechnik. Der Elektromotor koppelt mechanische mit elektrischen Vorgängen und das Antriebsregelgerät stellt die Verbindung zur Informationstechnik her. Letzteres erfordert den Einsatz modernster Mikroelektronik. Im Schwerpunkt Energie- und Prozessautomatisie- rungstechnik wird unter anderem das grundlegende Wissen vermittelt, das zur Entwicklung elektrischer Antriebe nötig ist. Dabei werden grundlegende Sachverhalte wiederholt und Zusammenhänge aufgezeigt.
ANTRIEBSREGELGERÄTE
Das Antriebsregelgerät (Basic Drive Module) umfasst im wesentlichen die Leistungselektronik und die Signalverarbeitung, die mit Mikrocontrollern oder leistungsfähigen Signalprozessoren aufgebaut ist. Die Signalverarbeitung muss dabei nicht nur die Leistungselektronik ansteuern, sondern bei anspruchsvollen Aufgaben die Bewegungssteuerung (Motion control) im Verbund mit anderen Antrieben und der übergeordneten Steuerung übernehmen. Die dazu erforderlichen Signale werden über leistungsfähige Datennetze, so genannte Feldbusse, ausgetauscht. Für Service und Inbetriebnahme hat das Antriebsregelgerät eine Schnittstelle zum Anschluss eines Laptops.
LEISTUNGSELEKTRONIK
Moderne elektrische Antriebe sind ohne Leistungselektronik undenkbar. Damit der Mikrocontroller dem Motor das gewünschte Verhalten geben kann, müssen die Motorströme eingeprägt werden. Dazu werden Leistungstransistoren, die entsprechend große Ströme (von einigen Ampere bis zu einigen tausend Ampere) und Spannungen beherrschen, benötigt. Der Mikrocontroller steuert diese Transistoren an und erzeugt damit ein synthetisches Drehstromsystem.