


An unserer Schule wurde der Schulversuch „Optimierung des Berufsschulunterrichtes durch arbeitsprozessbezogene und vernetzende Curricula für Berufe nach § 48 BBiG (Neu: § 66 BBiG)" durchgeführt. Bei der Erarbeitung des Curriculums sind verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt worden:
Die Einflussfaktoren wurden für die vier Berufe systematisiert und inhaltliche Schnittmengen gebildet. Im Curriculum werden gemeinsame Lerninhalte der metalltechnischen Ausbildung aller vier Berufe in Kernbausteine zusammen vermittelt. In gemeinsamen Fachbausteinen werden übergreifende berufsspezifische Lerninhalte für zwei oder mehrere Berufe zusammen und in berufsspezifischen Fachbausteinen werden vertiefende differenzierte metalltechnische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Um die behinderungs- bzw. benachteiligungsbedingten unterschiedlichen Leistungs- und Persönlichkeitspotenziale einzelner Auszubildender auszugleichen, werden individuelle Förderbausteine durchgeführt. Schwerpunkte liegen hierbei in den Bereichen Deutsch, Mathematik und Konzentrationsfähigkeit. Aber auch individuelle Defizite einzelner Auszubildender, die während des Fachtheorieunterrichts entstanden sind, können durch Förderungen aufgefangen. Durch doppelte Besetzung mit Lehrkräften in den Klassen (Teamteaching) können individuelle Lernschwierigkeiten einzelner Auszubildender in kleinen Gruppen aufgearbeitet werden.
Das vorliegende Curriculum ist in enger Zusammenarbeit mit den Beteiligten der Ausbildungsstätten und der wissenschaftlichen Begleitung (Universität Hannover) entstanden. Dies geschah im Rahmen von Arbeitsgruppensitzungen. Diese regelmäßigen Treffen, die in etwa sechswöchingen Abstand stattfinden, dienen aber nicht nur der Arbeit am Curriculum. Bei dem direkten Kontakt von Berufsschullehrern und Ausbildern wird auch die Schülerleistungentwicklung einzelner Auszubildender besprochen. Für den kurzfristigen wöchentlichen Austausch von Informationen ist ein "Tätigkeitsbericht Berufschule" entwickelt worden, der den betrieblichen Ausbildern ermöglicht, auf die Inhalte des Berufsschulunterrichts einzugehen. Die Arbeitsgruppentreffen haben sich auch bei der Planung gemeinsamer Ausbildungsprojekte bewährt. Die Auszubildenden erkennen bei der Durchführung zeitnaher gemeinsamer Projekte in der Berufsschule und im Betrieb einen Zusammenhang, der sie in der Ausbildung stark motiviert. Sie sind dann auch stolz auf die von ihnen erarbeiteten Lerngegenstände.
Weitere Informationen: jaedicke@bbs-me.de