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Abitur 2011: Viele Zusatzprüfungen - super Durchschnittsnote



Viele Zusatzprüfungen bedeuten, dass etliche Schüler nur durch zusätzliche mündliche Prüfungen in diesem Jahr das Abitur bestehen konnten. Andererseits hat noch nie ein Jahrgang zuvor das Abitur mit einer Durchschnittsnote von 2,49 (oder besser) abschließen können. Was sich wie ein nicht auflösbarer Widerspruch anhört, ist nichts anderes als das Ergebnis neuer Regeln für das Abitur.

 

Das Abitur 2011 musste erstmalig nach der neuen Verordnung in der gymnasialen Oberstufe durchgeführt werden. Das hatte zwei wesentliche Änderungen zur Folge: Zum Einen konnten im sogn. Block I als Abiturleistungen auch bestimmte, von den Schülern in gewissem Umfang auswählbare Noten aus den Fächern Sport und Praxis aufgenommen werden.
Dies und natürlich die guten Leistungen auch in anderen Fächern führte zur bisher besten Abiturdurchschnittsnote eines Jahrganges unserer Schule.

 

Zum Zweiten wurden im Block II aber nur noch die Noten aus den Abiturprüfungen aufgenommen. Es fand nicht mehr wie bisher eine teilweise Berücksichtigung der Noten aus dem letzten Schulhalbjahr 13.2 statt. Gleichzeitig mussten aber wie bisher bestimmte Mindestpunktzahlen erreicht werden.

Nach den Abiturprüfungen in den Prüfungsfächern P1 - P5 waren durch diese Neuregelung zunächst 6 Schüler (von 56) in der Abiturprüfung durchgefallen. Nach alter Verordnung wäre nur ein Schüler durchgefallen gewesen. Für diese Fälle sieht die Verordnung mündliche Zusatzprüfungen vor. Das Team des Technischen Gymnasiums musste deshalb zunächst 20 mündliche Zusatzprüfungen planen, um zumindest die theoretische Chance zu eröffnen, dass auch die zunächst durchgefallenen Schüler noch ihr Abitur erreichen.

 

Nach vielen Stunden Vorbereitung und Prüfung haben dann immerhin 55 von 56 Schülerinnen und Schüler ihr Abitur geschafft. Damit wurde auch der bisher größte Abiturjahrgang zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.

 

Ebenfalls „Allzeitspitze" war die Anzahl der Abiturzeugnisse mit einer 1 vor dem Komma: Dies schafften 11 Schüler(innen). Das in der Geschichte bisher beste Abitur bei den Frauen erreichte dabei Ilka Brühl mit einer 1,4.

 

Bei den Abituraufgaben des Zentralabiturs war wie im Vorjahr auffällig, dass die Aufgaben im Fach Mathematik wieder sehr (zu) umfangreich waren. Besonders die Tatsache, dass dies im Zentralabitur im Fach Mathematik der allgemeinbildenden Gymnasien genau umgekehrt war - viele Schüler gaben hier schon eine Stunde vor Prüfungsende die Aufgaben ab - sorgte für einigen Unmut.

 

Die Abiturfeier wurde durch die beiden Abiturientinnen Annemarie Hennies und Astrid Heinze super organisiert. Als „Location" wurde nun schon zum zweiten Mal das „Tanzhaus Hannover" gewählt, um die rund 250 Gäste unter zu bringen. Von Schulleitungsseite waren Frau Hülsmann, Herr Gäbel und Herr Gieseke für das Reden halten und das Verteilen der Zeugnisse und Preise zuständig. Nach der Schülerrede von Felix Engesser konnten dann alle richtig feiern.